Basische Ernährung: Eine Wohltat für unseren Körper

Lachende Frau mit Paprika in den Händen haltend

Sauer macht nicht immer lustig. Wird unser Körper von zu vielen Säuren überlagert, kommt es zu einem Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts. Übersäuerung im Körper ist oft die Ursache für viele Krankheiten, Leistungsschwäche und Müdigkeit. Die Lösung? Basische Ernährung, die unseren Körper wieder in Balance bringt.

Ungleichgewicht

Unser Körper ist täglich zahlreichen Strapazen ausgesetzt: Stress, wenig Schlaf, unausgewogene Ernährung – die Liste ist lang. Zum Glück schafft er es dennoch, uns meist dank verschiedenster Mechanismen gesund zu halten. Nehmen die schlechten Gewohnheiten überhand, und werden diese zudem jahrelang hochgehalten, kann dies vom körpereigenen Puffersystem nicht mehr ausgeglichen werden. Die Folge ist ein unausgeglichener Säure-Basen-Haushalt. Der Säure-Basen-Haushalt wird durch unsere Atmung, Ernährung und Bewegung beeinflusst und ist ein Indikator für einen gesunden oder auch ungesunden Körper. Bei einem gesunden Körper wird von einem Blut-pH-Wert von mindestens 7 gesprochen, bei Werten darunter ist der Körper übersäuert. Mit einem pH-Wert von 7 oder höher ist es unserem Puffersystem möglich, Stoffwechselendprodukte über die Organe zu neutralisieren.

Übersäuerung

Mit einem pH-Wert unter 7 kann der Körper nicht mehr selbst ins Gleichgewicht finden. Das heißt konkret: Wir sind übersäuert. Unser Organismus ist somit nicht mehr in der Lage, die überschüssigen Säuren über Körperausscheidungen wie Urin oder Schweiß loszuwerden. Das führt dazu, dass wir mit chronischer Müdigkeit, Muskelkrämpfen, Allergien und Schlafstörungen zu kämpfen haben. Erhöhte Entzündungswerte, Kreislaufprobleme und Immunschwäche sind ebenfalls auf einen übersäuerten Körper zurückzuführen. Grundsätzlich bildet dieser Zustand den Ursprung vieler Krankheiten. Ziel in so einem Fall ist daher, diese Übersäuerung durch basenbildende Lebensmittel wieder auszugleichen.

Mann mit Händen an den Bauch greifend

Saure Lebensmittel?

Der Ausgleich erfolgt mittels der 80/20-Regel. Demnach sollten wir unserem Körper nur 20 Prozent säurebildende und 80 Prozent basenbildende Lebensmittel zuführen. Sauer ist aber nicht gleich sauer. Säurebildner sind Getreide- und Milchprodukte, Zucker, Eier, Fisch und Fleisch. Für ein gesundes Immunsystem ist es also nicht von Vorteil, auf alle säurebildenden Lebensmittel zu verzichten. Jedoch sollten Vollkornprodukte und Eiweißquellen wie Eier und Milchprodukte mit Maß und Ziel konsumiert werden. Zu Weißmehlprodukten, Zucker, Süßigkeiten und Wurstwaren können wir weiterhin allgemein gerne „Nein“ sagen.

Vollkornbrot mit Gemüse und Feigen belegt

Basische Ernährung

Bei der basischen Ernährung wird vorwiegend auf Obst, Gemüse und Pflanzenöle gesetzt. Auch Pilze, Trockenfrüchte, Salate, Sprossen und Kräuter sollten auf dem Speiseplan nicht fehlen – sie alle werden als die stärksten Basenbildner bezeichnet. Gemüsesorten wie Zucchini, Fenchel, Sellerie, Kürbis und Obst in ihrer unendlichen Sortenvielfalt sind bei dieser Ernährungsform besonders empfehlenswert. Auch sollten Kartoffeln einen regelmäßigen Bestandteil unserer Speisen bilden – natürlich in Kombination mit ausreichend Flüssigkeitszufuhr in Form von Kräutertees und Mineralwasser (am besten ohne Kohlensäure). Eine basische Ernährung bietet uns jede Menge Vielfalt und versorgt unseren Körper nicht nur mit Basen, sondern auch mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen.

Korb mit verschiedenen Gemüsesorten

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